Der Tod nach dem Tod

Fotoprojekt

Der Tod nach dem Tod (Auszug)

Dr. Birgit Klein

Fragen nach dem Leben, dem Sinn desselben und dem Tod beschäftigen uns Menschen seit Urzeiten. Die Frage nach einem Leben nach dem Tod stellten sich bereits archaische Naturvölker. Zwar hat sich die Perspektive auf dieses Thema im Laufe der Jahrhunderte, der Jahrtausende stetig verändert. Aber selbst die moderne Wissenschaft des 21. Jh. hat noch keine überzeugende Antwort geliefert.

 Der Fotokünstler Georg Mertin konfrontiert uns hingegen mit dem Tod nach dem Tod: Was sollen wir uns darunter vorstellen? Gibt es einen Tod nach dem Tod? Entweder sind wir tot oder eben nicht. Möglicherweise gibt es auch einen Tod im Leben manche Menschen sind bereits tot, wenn sie leben. Es gibt also das Leben, den Tod, vielleicht auch ein Leben nach dem Tod und einen Tod im Leben. Aber einen Tod nach dem Tod?

 In fast allen Religionen ist Blumenschmuck ein Hauptbestandteil des Bestattungs- und Totenkultes. In der christlichen Religion wird der Tote mit Kränzen und Blumengestecken aufgebahrt, der Sarg geschmückt, das Grab gestaltet. Bei unseren Friedhofsgängen suchen wir die Lieblingsblumen des Verstorbenen aus, legen sie an Geburts-, Sterbe- oder besonderen Gedenktagen am Grab ab.

 Der Blumenschmuck ist unsere Referenz an den Toten. Wir stellen auf diese Weise eine Verbindung mit dem Toten her, fühlen uns dem Toten nahe.

 Wir sind wehmütig, wenn wir das Grab wieder verlassen, aber etwas von uns bleibt und das beruhigt uns.

 


Hans Arndt: "Das Vergessen kann eine große produktive Tat sein"


Bufo, die Kröte

Bufo, die Kröte enstand während eines Skulpturen-Projektes in Italien. Nahe Cararra, in der nördlichen Gafangnana, wurde mir fogende Geschichte erzählt: Einer Frau, die in den Ort zuzogezogen war, fand eine Kröte in einem Hausflur, bestaunte sie begeistert und rief die Nachbarn, diese wurden panisch und nach langem Hin und Her, überwand sich der mutigste Mann des Dorfes, die Kröte mit einer langstiligen Pizzaschaufel aus dem Haus zu tragen und zu erschlagen. Weniger gradlinig lag der Fall der Frau. Wer etwas bestaunte, was vom Teufel besessen war, und keine Angst davor hatte, musste selbst vom Teufel besessen sein.

 

Die Kraft des Glaubens, siegt seit Jahrtausenden über die des Verstandes glücklich der, der beides zum Guten zusammenführen kann.


Pugil

Pugil - Vom Kämpfen, Richten & Zuschauen